„Die Moderne als Glied einer logisch begründbaren Entwicklung ist, als das Zeitgenössische schlechthin, stets genauso notwendig gewesen wie das Nachdenken über Folgen und mögliche Varianten von allem Neuen.“

Mauricio Kagel, aus „Komponieren in der Postmoderne“, 1989
(in: Worte über Musik, Schott 1991)

 

Der Mauricio Kagel Kompositionswettbewerb wurde 2010 zum ersten Mal ausgetragen und seither von der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in die Reihe ihrer regelmäßig veranstalteten Wettbewerbe aufgenommen.

Ziel dieses vom Ludwig van Beethoven Institut für Klavier in der Musikpädagogik alle drei Jahre veranstalteten Wettbewerbs ist die Förderung der Komposition neuer Klaviermusik, die sich in einem adäquaten Schwierigkeitsgrad an Kinder und Jugendliche wendet und dabei in ihren künstlerischen Ansprüchen keinerlei Kompromisse eingeht. Eine zeitgemäße Tonsprache soll über entsprechendes didaktisches Potenzial den Lernenden Anregungen, Erkenntnisse und neue Erfahrungen bieten.

Die Entscheidungsfindung zur Vergabe der Preise erfolgt auf besondere Art – nicht hinter verschlossenen Türen, sondern in offenen und öffentlichen Gesprächen: Während der Finalrunde des Wettbewerbs hat das Publikum – Studierende, Lehrende, ausübende Musiker_innen und Musikinteressierte – die Gelegenheit, die Diskussionen der Jurymitglieder und deren Fragestellungen mitzuerleben: Welche Klavierwerke sind geeignet, jungen Spieler_innen Zugänge zur Musik der Gegenwart zu ermöglichen? Innerhalb welchen technischen Rahmens entstehen kompositorisch überzeugende, pädagogisch wertvolle, innovative und praktisch realisierbare Unterrichtswerke? 

Eine weitere Besonderheit des Mauricio Kagel Kompositionswettbewerbs ist die anonyme Einreichung der Werke: Erst nach der endgültigen Entscheidung der Jury werden die Namen der Preisträger_innen bekanntgegeben.